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A CAPPELLA LIEDKONZERT TERZETT MĂ€rz 2013

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KALLIOPE Newsletter MĂ€rz 13

Werbeck-Gesangstherapie-Heilendes Singen:


Die schwedische SĂ€ngerin und Therapeutin Valborg Werbeck-SvĂ€rdström (1879-1972)hat –ausgelöst durch eigene Stimmschwierigkeiten (Stimmverlust)- in jahrzehntelanger Forschung Grundlagen fĂŒr eine organische Entwicklung und Behandlung der menschlichen Stimme und des
 Körpers  erarbeitet. Durch ihre wachsende SensitivitĂ€t in bezug auf die Körperwahrnehmung und durch ihren Kontakt mit Rudolf Steiner
(der die Richtigkeit ihrer Forschungsergebnisse bestÀtigte) war es ihr möglich, vielen Menschen mit zum Teil massiven gesundheitlichen
Problemen (bis zu Beeinflussung von Kieferdeformationen) durch die Körper- und Stimmarbeit zu helfen.

Die Schule der StimmenthĂŒllung – wie sie ihre Arbeit nannte- ist ein therapeutischer Übungsweg, der konsequent  verfolgt zu einer gesunden Entwicklung des Menschen in seiner Ganzheit (Leib-Seele-Geist) und zu einer organisch verlaufenden Harmonisierung/Stabilisierung des Gesamtzustandes / der Gesundheit fĂŒhrt.
Die Schulung kann gezielt im Krankheitsfalle oder auch prophylaktisch und gesundheitsstabilisierend /entwicklungsfördernd beim Gesunden eingesetzt werden.
Die Schulung setzt ein tĂ€gliches, kontinuierliches Umgehen mit den (exakt angeleiteten) Übungen voraus.
Die Schulung beginnt mit Übungen zur StĂ€rkung des Klangstromes und zum Wiedererlangen einer natĂŒrlichen Atmung
 
(Tiefenatmung) : die sogenannte KLANGFUEHRUNGS-PHASE.
GeĂŒbt wird in dieser Phase vornehmlich mit den klingenden liquiden Konsonanten (l,m,n,ng) zunĂ€chst in Sekundschritten
(am Anfang nicht ĂŒber die Quinte heraus), spĂ€ter auch mit melodiösen Tonfolgen (bestimmten Intervallen). In dieser Phase wird neben der Leibdurchdringung (Durchblutungsförderung) bis in die FĂŒsse stark der Nerven-Sinnesorganismus angesprochen.
SchmerzzustÀnde können schon nach einer einmaligen Klang-/Gesangstherapeutischen Behandlung positiv beeinflusst
(und manchmal auch fĂŒr mehrere Tage zum Verschwinden gebracht werden).
Zentrale BasisĂŒbungen (hygienische GrundĂŒbungen fĂŒr jede Konstitution) sind die „Übungen zum Vergessen des Atmens“ auf m
(beschrieben in den VortrÀgen von Dr. med. E. Kolisko,neu aufgelegt im Jahre 2001, erhÀltlich bei Thomas Adam,
Verein zur UnterstĂŒtzung der Schule der StimmenthĂŒllung, Bochum ).
Therapeutisch ist mit diesen Übungen eine Vertiefung der Atmung, Lösen von Spannungen (Nacken, Kiefer, SchultergĂŒrtel...)
mit den entsprechenden Folgen von besserer Durchblutung, Verschwinden von OhrgerÀuschen und Schwindel, vegetativer Stabilisierung
und seelischem „Aufatmen“ wahrzunehmen, zudem ist bei ErschöpfungszustĂ€nden relativ bald  ein Wiedergewinn von AufbaukrĂ€ften zu spĂŒren.
Immer wird vom Therapeuten individuell vorgegangen, doch folgen meist in einer zweiten Phase Übungen,
welche mit dem Bereich des rhythmischen Systems in Verbindung gebracht werden, dazu werden vom ng  ausgehend auch gewisse Vokale
 (in ihrer dunklen FĂ€rbungsvariante mit einem GefĂŒhl von GĂ€hnen oder Staunen verbunden) zu Hilfe genommen wie Ă€, a, o ,e....
wie in allen Phasen können dadurch verdrÀngte Schmerzerlebnisse aus dem Unterbewusstsein in die Verarbeitung / ins Bewusstsein
gehoben werden und somatisierte Symptome können aus der VerdrÀngung befreit werden: dies die sogenannte ERWEITERUNGSPHASE.
Die dritte Phase der Schulung erfasst dann vor allem den Stoffwechsel-Gliedmassenbereich  mit konzentrierten und sehr rhythmischen Übungen
 (auch MinimalĂŒbungen mit ng) und leichter zu erreichen ĂŒber die Stosslaute wie g, k, b, p, d, t  z.T. in Kombinationen mit Vokalen. Diese Phase wird die Spiegelungsphase genannt und hat mit Stoffwechseldurchdringung und Vigilanz/ KonzentrationsfĂ€higkeit zu tun; seelisch kann das GefĂŒhl des Vertrauens, der eigenen Kraftquelle erlebt werden.
Diese Phasen ĂŒberlagern sich selbstverstĂ€ndlich und die Schulung/ Therapie verlĂ€uft bei jedem Menschen ganz individuell.


Methodisch wird oft mit Bildern gearbeitet und sanften (manchmal auch krĂ€ftigen) Bewegungen, welche den Zugang zu den Übungen
erleichtern und die Wirkung der Laute/ Tonschwingungen bzw die Leibdurchdringung intensivieren können.
Vorliegende Einseitigkeiten können durch den Einsatz verschieden „komponierter“ TherapieĂŒbungen ausgeglichen werden , durch Variation von Tonhöhen, Tonarten, Dur/Moll, Vokal-/Konsonanten-Kombinationen, Rhythmen können differenzierte/spezifische  Wirkungen erzielt werden.
Die Töne, Laute , Intervalle haben bei der Therapie vermittelnde (Vektor-)Funktion zwischen dem erkrankten Organismus /Patienten und den RegenerationskrÀften.
Im Unterschied zu anderen Kunsttherapien ist es bei der Gesangs -(wie auch bei der Musik-) Therapie so, dass auch
direkt  auf den physischen Leib gewirkt wird (Klang = materiedurchdringende Schwingung).

„Atmung ist Heilung: alle wirkliche Heilung kommt aus dem rhythmischen System“:

Nach den Forschungen und der jahrzehntelangen Erfahrung von Erich Wilk und der PĂ€diaterin Fr.Dr.med. Charlotte Hagena berĂŒcksichtige
ich bei der Gesangstherapie die typengerechte Atmung (Einatmer/Ausatmer) fĂŒr mich eine dringliche Zeitforderung um den Patienten in ihrer körperlichen /physiologischen Grundkonstitution gerecht zu werden.

Eine vielversprechende  Kombination ist die Anwendung von Klang und BerĂŒhrung (Massage), wie sie der österreichische HeilpĂ€dagoge und
LogopÀde Alfred Baur in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau als Aerztin in der Chirophonetik entwickelt hat.
Die Chirophonetik wird speziell in FĂ€llen angewandt, wo nicht mit einer EigenaktivitĂ€t (aktivtherapeutisch) gearbeitet werden kann, speziell bei geburtsgeschĂ€digten, heilpĂ€dagogischen Patienten oder nach UnfĂ€llen, in der Rehabilitation nach Operationen und  auch in der Psychiatrie.
Ich habe Elemente dieser Methoden fĂŒr die Passivtherapie kombiniert mit der Heilwirkung der Aromatherapie und Erkenntnissen
aus der Reflexzonentherapie.

Die Stimme ist zutiefst mit dem Wesenskern, der Seele des Menschen verbunden , so dass durch die Stimmarbeit aus der Mitte,
dem Zentrum
des Menschen gearbeitet wird und der Mensch eben auch ganz eigenstĂ€ndig (wenn er die Übungen gut kennt)
SelbstheilungskrÀfte finden und stÀrken kann.

Ausgelöst durch die Arbeit mit der Stimme und dem Körper kommen oft klÀrende GesprÀche zustande, welche auf mögliche Ursachen
hinweisen, Tendenzen, Verhaltensmuster zu Tage bringen, welche bestimmten gesundheitlichen Problemen zu Grunde liegen können.
(Psychosomatik).

Der Schwierigkeitsgrad der Übungen kann problemlos dem musikalischen Niveau des Patienten angepasst werden , so dass der Patient bei
seinem Stand „abgeholt“ wird. (auch ein „Brummer“ kann summen und seit den Forschungen von Dr. Tomatis ist bekannt,
dass nur gesungen werden kann, was gehört wird, d.h. in unserer Schulung beginnen wir mit dem „lauschenden Nachahmen“).
Der Therapie-erfolg steht und fĂ€llt mit der Wiederholung, mit der Übtreue (Compliance) im Sinne des Sprichwortes
 â€žsteter Tropfen höhlt den Stein“.

Der menschliche Körper hat BezĂŒge zu den KrĂ€ften des Tierkreises (Zodiaks), wodurch aus dem Geburtshorosop individuell abgelesen werden
kann, wie die gesundheitliche Konstitution veranlagt ist, therapeutisch kann gezielt mit den entsprechenden Konsonantenfolgen
auf die Schwachstellen gewirkt werden. Zu den inneren Organen stehen die Planeten in Beziehung. Daher kann mit Vokalen auf die Funktionen der Organe heilsam eingewirkt werden. Die jeweiligen Therapie-Übungen werden individuell komponiert und wirken durch wiederholtes AusfĂŒhren
(Üben) durch den Patienten/die Patientin selber und verstĂ€rkt durch das gemeinsame oder bei starken SchwĂ€chezustĂ€nden durch das zunĂ€chst
passive Aufnehmen /Hören durch die Therapeutin.

 

R.Steiner soll nach dem Hören eines Gesangskurses von Frau Werbeck zu Dr.med.Ita Wegmann gesagt haben:
”es sei höchtes Zeit, dass die Medizin sich um dieses Singen kĂŒmmere,denn es gĂ€be eine Anzahl Krankheiten, denen man nur mit diesem Singen beikommen könne”.

Werbeck

Verschiedene Ärzte haben intensiv mit der Therapie der Schule der StimmenthĂŒllung, des Heilsingens und dessen Anwendungsmöglichkeiten in der Psychiatrie, Frauenheilkunde, HeilpĂ€dagogik geforscht  und forschen noch z.B. Dr.med Otto Neeracher (Basel), Dr.Eugen Kolisko (Stuttgart), Dr.Bruno Callegaro,  Dr.Corinna Falk

Aus den Upanishaden:

 â€žDa der Klang die allen Dingen und Wesen gemeinsame Ursubstanz 

Darstellt und seine Entfaltung zum Liede die singende Kraft ist, 

die den Kosmos bewegt, 

so bildet der Gesang auch das einzige Mittel, 

mit den entferntesten MĂ€chten in eine direkte und substantielle 

Wechselbeziehung zu treten. 

Singen oder rhythmisches Sprechen ist im tiefsten Sinne 

eine direkte Teilnahme an der Ursubstanz des Universums  

und ein aktives Aufrufen, Erschaffen und Handeln innerhalb  

der akkustischen Grundschicht der Welt.  

Es ist eine Nachahmung des klingenden Befehls, 

der einst die Welt zum Leben aufrief, und zugleich 

ein BrĂŒckenbau zwischen Himmel und Erde auf Grund 

der beiden Welten gemeinsamen Tonsubstanz.  

Daher werden Götter, die reine Lieder sind, durch LobgesĂ€nge  

auch buchstĂ€blich ernĂ€hrt“.

                  zitiert nach Anny von Lange: Mensch, Musik, Kosmos

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