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Werbeck-Gesangstherapie-Heilendes Singen:
Die schwedische Sängerin und Therapeutin Valborg Werbeck-Svärdström (1879-1972)hat –ausgelöst durch eigene Stimmschwierigkeiten (Stimmverlust)- in jahrzehntelanger Forschung Grundlagen für eine organische Entwicklung und Behandlung der menschlichen Stimme und des Körpers erarbeitet. Durch ihre wachsende Sensitivität in bezug auf die Körperwahrnehmung und durch ihren Kontakt mit Rudolf Steiner (der die Richtigkeit ihrer Forschungsergebnisse bestätigte) war es ihr möglich, vielen Menschen mit zum Teil massiven gesundheitlichen Problemen (bis zu Beeinflussung von Kieferdeformationen) durch die Körper- und Stimmarbeit zu helfen.
Die Schule der Stimmenthüllung – wie sie ihre Arbeit nannte- ist ein therapeutischer Übungsweg, der konsequent verfolgt zu einer gesunden Entwicklung des Menschen in seiner Ganzheit (Leib-Seele-Geist) und zu einer organisch verlaufenden Harmonisierung/Stabilisierung des Gesamtzustandes / der Gesundheit führt. Die Schulung kann gezielt im Krankheitsfalle oder auch prophylaktisch und gesundheitsstabilisierend /entwicklungsfördernd beim Gesunden eingesetzt werden. Die Schulung setzt ein tägliches, kontinuierliches Umgehen mit den (exakt angeleiteten) Übungen voraus. Die Schulung beginnt mit Übungen zur Stärkung des Klangstromes und zum Wiedererlangen einer natürlichen Atmung (Tiefenatmung) : die sogenannte KLANGFUEHRUNGS-PHASE. Geübt wird in dieser Phase vornehmlich mit den klingenden liquiden Konsonanten (l,m,n,ng) zunächst in Sekundschritten (am Anfang nicht über die Quinte heraus), später auch mit melodiösen Tonfolgen (bestimmten Intervallen). In dieser Phase wird neben der Leibdurchdringung (Durchblutungsförderung) bis in die Füsse stark der Nerven-Sinnesorganismus angesprochen. Schmerzzustände können schon nach einer einmaligen Klang-/Gesangstherapeutischen Behandlung positiv beeinflusst (und manchmal auch für mehrere Tage zum Verschwinden gebracht werden). Zentrale Basisübungen (hygienische Grundübungen für jede Konstitution) sind die „Übungen zum Vergessen des Atmens“ auf m (beschrieben in den Vorträgen von Dr. med. E. Kolisko,neu aufgelegt im Jahre 2001, erhältlich bei Thomas Adam, Verein zur Unterstützung der Schule der Stimmenthüllung, Bochum ). Therapeutisch ist mit diesen Übungen eine Vertiefung der Atmung, Lösen von Spannungen (Nacken, Kiefer, Schultergürtel...) mit den entsprechenden Folgen von besserer Durchblutung, Verschwinden von Ohrgeräuschen und Schwindel, vegetativer Stabilisierung und seelischem „Aufatmen“ wahrzunehmen, zudem ist bei Erschöpfungszuständen relativ bald ein Wiedergewinn von Aufbaukräften zu spüren. Immer wird vom Therapeuten individuell vorgegangen, doch folgen meist in einer zweiten Phase Übungen, welche mit dem Bereich des rhythmischen Systems in Verbindung gebracht werden, dazu werden vom ng ausgehend auch gewisse Vokale (in ihrer dunklen Färbungsvariante mit einem Gefühl von Gähnen oder Staunen verbunden) zu Hilfe genommen wie ä, a, o ,e.... wie in allen Phasen können dadurch verdrängte Schmerzerlebnisse aus dem Unterbewusstsein in die Verarbeitung / ins Bewusstsein gehoben werden und somatisierte Symptome können aus der Verdrängung befreit werden: dies die sogenannte ERWEITERUNGSPHASE. Die dritte Phase der Schulung erfasst dann vor allem den Stoffwechsel-Gliedmassenbereich mit konzentrierten und sehr rhythmischen Übungen (auch Minimalübungen mit ng) und leichter zu erreichen über die Stosslaute wie g, k, b, p, d, t z.T. in Kombinationen mit Vokalen. Diese Phase wird die Spiegelungsphase genannt und hat mit Stoffwechseldurchdringung und Vigilanz/ Konzentrationsfähigkeit zu tun; seelisch kann das Gefühl des Vertrauens, der eigenen Kraftquelle erlebt werden. Diese Phasen überlagern sich selbstverständlich und die Schulung/ Therapie verläuft bei jedem Menschen ganz individuell.
Methodisch wird oft mit Bildern gearbeitet und sanften (manchmal auch kräftigen) Bewegungen, welche den Zugang zu den Übungen erleichtern und die Wirkung der Laute/ Tonschwingungen bzw die Leibdurchdringung intensivieren können. Vorliegende Einseitigkeiten können durch den Einsatz verschieden „komponierter“ Therapieübungen ausgeglichen werden , durch Variation von Tonhöhen, Tonarten, Dur/Moll, Vokal-/Konsonanten-Kombinationen, Rhythmen können differenzierte/spezifische Wirkungen erzielt werden. Die Töne, Laute , Intervalle haben bei der Therapie vermittelnde (Vektor-)Funktion zwischen dem erkrankten Organismus /Patienten und den Regenerationskräften. Im Unterschied zu anderen Kunsttherapien ist es bei der Gesangs -(wie auch bei der Musik-) Therapie so, dass auch direkt auf den physischen Leib gewirkt wird (Klang = materiedurchdringende Schwingung).
„Atmung ist Heilung: alle wirkliche Heilung kommt aus dem rhythmischen System“:
Nach den Forschungen und der jahrzehntelangen Erfahrung von Erich Wilk und der Pädiaterin Fr.Dr.med. Charlotte Hagena berücksichtige ich bei der Gesangstherapie die typengerechte Atmung (Einatmer/Ausatmer) für mich eine dringliche Zeitforderung um den Patienten in ihrer körperlichen /physiologischen Grundkonstitution gerecht zu werden.
Eine vielversprechende Kombination ist die Anwendung von Klang und Berührung (Massage), wie sie der österreichische Heilpädagoge und Logopäde Alfred Baur in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau als Aerztin in der Chirophonetik entwickelt hat. Die Chirophonetik wird speziell in Fällen angewandt, wo nicht mit einer Eigenaktivität (aktivtherapeutisch) gearbeitet werden kann, speziell bei geburtsgeschädigten, heilpädagogischen Patienten oder nach Unfällen, in der Rehabilitation nach Operationen und auch in der Psychiatrie. Ich habe Elemente dieser Methoden für die Passivtherapie kombiniert mit der Heilwirkung der Aromatherapie und Erkenntnissen aus der Reflexzonentherapie.
Die Stimme ist zutiefst mit dem Wesenskern, der Seele des Menschen verbunden , so dass durch die Stimmarbeit aus der Mitte, dem Zentrum des Menschen gearbeitet wird und der Mensch eben auch ganz eigenständig (wenn er die Übungen gut kennt) Selbstheilungskräfte finden und stärken kann.
Ausgelöst durch die Arbeit mit der Stimme und dem Körper kommen oft klärende Gespräche zustande, welche auf mögliche Ursachen hinweisen, Tendenzen, Verhaltensmuster zu Tage bringen, welche bestimmten gesundheitlichen Problemen zu Grunde liegen können. (Psychosomatik).
Der Schwierigkeitsgrad der Übungen kann problemlos dem musikalischen Niveau des Patienten angepasst werden , so dass der Patient bei seinem Stand „abgeholt“ wird. (auch ein „Brummer“ kann summen und seit den Forschungen von Dr. Tomatis ist bekannt, dass nur gesungen werden kann, was gehört wird, d.h. in unserer Schulung beginnen wir mit dem „lauschenden Nachahmen“). Der Therapie-erfolg steht und fällt mit der Wiederholung, mit der Übtreue (Compliance) im Sinne des Sprichwortes „steter Tropfen höhlt den Stein“.
Der menschliche Körper hat Bezüge zu den Kräften des Tierkreises (Zodiaks), wodurch aus dem Geburtshorosop individuell abgelesen werden kann, wie die gesundheitliche Konstitution veranlagt ist, therapeutisch kann gezielt mit den entsprechenden Konsonantenfolgen auf die Schwachstellen gewirkt werden. Zu den inneren Organen stehen die Planeten in Beziehung. Daher kann mit Vokalen auf die Funktionen der Organe heilsam eingewirkt werden. Die jeweiligen Therapie-Übungen werden individuell komponiert und wirken durch wiederholtes Ausführen (Üben) durch den Patienten/die Patientin selber und verstärkt durch das gemeinsame oder bei starken Schwächezuständen durch das zunächst passive Aufnehmen /Hören durch die Therapeutin.
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